Barcelona

Jede Stadt prägt ihre Kunst- und Kulturszene auf eigene Weise und umgekehrt beeinflusst die kulturelle Diversität das Bild einer Stadt. Lokale, kulturelle Hintergründe und Traditionen vermischen sich permanent mit neuen Einflüssen, die historisch geprägt sind von der jeweiligen Kulturpolitik und Ökonomie, durch Migration und den Transfer von Waren. Die Geschichte der jeweiligen Zuwanderungskultur bestimmt maßgeblich die sensorische Wahrnehmung einer Stadt und beeinflusst die künstlerische Praxis. Trotz der europaweiten Verschmelzung und der zunehmenden ikonographischen Globalisierung lassen sich eigenständige Entwicklungen feststellen, die maßgeblich die Diskurse der jeweiligen Kunstszenen prägen. 

Als Künstler, Architekten und Designer des städtischen Atelierhauses in der Baumstrasse München konnten wir uns über diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit Künstlern, Architekten und Designern des FAD („Foment de les Arts i del Disseny“) dem Verband Kunstschaffender der Stadt Barcelona austauschen. 

Der FAD ist eine unabhängige Vereinigung Kunstschaffender (ähnlich dem BBK), die schon 1903 gegründet wurde und heute über sechs Verbände verfügt: für Industriedesign (ADI-FAD), Grafikdesign (ADG-FAD), Architektur und Innenarchitektur (ARQUIN-FAD), Goldschmiedekunst (ORFEBRES-FAD) und Mode (MODA-FAD), Kunst und Kunsthandwerk (A-FAD). Durch die kontinuierliche Förderung der Künstler durch Ausstellungen, Vorträge, Preise und die „TALLERES ABIERTOS“ (Offene Ateliers des A-FAD) ist FAD heute der wichtigste Bezugspunkt für Architektur und Design in Katalonien und Spanien.

2013 konnten einige Künstler und Designer des städtischen Atelierhauses in der Baumstrasse München nach Barcelona fahren und an den „TALLERES ABIERTOS“, den Offene Ateliers des A-FAD teilnehmen.

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